Geithain Paul Guenther Schule OktARaetsch2020Schul(bau)geschichte aus vielen Blickwinkeln
Mit dem Ausbau der Schillerstraße in diesem Jahr haben auch die Flächen vor der Paul-Guenther-Schule eine neue Gestaltung erhalten. Dieses betrifft den Vorplatz am nördlichen Eingang der Schule sowie die Grünfläche entlang der Einfriedung zur Schillerstraße.
Der Vorplatz diente bereits vor dem Ausbau der Schillerstraße als Wartefläche mit Haltesteig für die zahlreichen Busse, die während des Schultages die Einrichtung anfahren. Gleichzeitig ist diese Fläche auch ein Aufenthalts- und Treffpunkt für viele Schüler, welche die Einrichtung per Fuß und Fahrrad erreichen. Die Grünfläche entlang der Einfriedung zur Schillerstraße zeigte sich vor der jetzigen Neugestaltung in einem eher funktionslosen Dasein.
Doch gerade die vorgenannten Bereiche erlebten in den vergangenen Zeiten einige Änderungen, mit vielerlei Blickwinkeln auf die (Bau)geschichte der Schule und der Stadt Geithain.
Geithain Paul Guenther um1940                                                                                                                                   Nordostansicht der Paul-Guenther-Schule um 1940,
PGS Juri Gagarin Gedenktafel
 
 
 
 
PGS Hof KlasseFotoauszug Gunter Neuhaus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rund 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und 44 Jahre nachdem die letzten eingehenden Arbeiten an der Schillerstraße standfanden, erhielt der Straßenzug jetzt einen kompletten grundhaften Ausbau. Auch der Vorplatz wurde dabei berücksichtigt. Die Gestaltung des Haltesteiges für die Schulbusse und den öffentlichen Personennahverkehr stand hier generell im Vordergrund und erfolgte vollständig barrierefrei für die zukünftigen Busnutzer. Anders als der Bussteig im schlichten Schwarz/Weiß-Design erhielt der restliche Vorplatz vor dem nördlichen Eingang der Einrichtung eine herbstlaubfarbene Oberfläche. Die Grünfläche vor der Einfriedung bekam ebenfalls eine grundlegende Neugestaltung. Hierbei stand die zukünftige Nutzung für die Schüler aber auch für alle Bürger, welche sich im Bereich der Schule aufhalten oder treffen, im Vordergrund. Eine Kombination aus zwei Sitzbänken laden jetzt zum Verweilen und Ausruhen ein. Eine besondere Sammlung von versteinerten Baumstämmen, welche vermutlich aus dem Chemnitzer Zeisigwald stammen, wurde im Rahmen der Neugestaltung wieder in den Blick gerückt. Diese sind unglaubliche 290 Millionen Jahre alt und befanden sich bereits vor dem Ausbau der Schillerstraße auf der Grünfläche. Woher und wie diese paläobotanischen Fossilien tatsächlich nach Geithain an die Schule gelangten, konnte im Rahmen dieses Artikels nicht recherchiert werden und bleibt ein kleines Rätsel. Die Fläche vor der Paul-Guenther-Schule soll die nächsten Jahrzehnte wieder zahlreiche Schuljahrgänge begleiten und sicherlich in der Zukunft wiederum Veränderungen erleben.
Artikel: Andreas Rätsch, 2020
[1] Schreiben des Architekten Emil Ebert an Bürgermeister Dr. Focke vom 16.05.1923, Quelle Stadtarchiv
[2] Postkarte von 1940, Quelle Verlag H. Erh. Winter, Postkarten und Papierwaren, Nauenhof b. Leipzig
[3] Foto, nördliche Einfriedung Schule, Bildarchiv Paul-Guenther-Schule, Quelle Gunter Neuhaus
[4] Foto, Juri-Gagarin-Denkmal, Dr. G. Senf, Paul Guenther und seine Schule in Geithain
[5] Wiedereinführung des alten Schulnamens, Dr. G. Senf, Paul Guenther und seine Schule in Geithain
[6] Mündliche Zuarbeit, Gunter Neuhaus
[7] Foto, nördliche Grünfläche Schule, Quelle Stadtverwaltung Geithain

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