Tierpark Scheune2 GraffitiRKratz2021Findet sich kein Personal, droht in Bälde das Aus für Geithains Tierpark
„Wir wissen bald nicht mehr, was wir noch unternehmen könnten, damit unsere Tiere auch weiterhin gut gefüttert und betreut sowie die Ställe und Gehege sauber gehalten werden können. Es meldet sich einfach keiner, der bereit ist, für wenig Geld dabei mitzuhelfen.“ Der Vorsitzende des Tierparkvereins, Thomas Muhl, ist genauso verzweifelt wie seine Vorstandskollegen und die wenigen aktiven Helfer.
Die zahlreichen Aufrufe in Presse, Rundfunk, Fernsehen, auf Facebook oder im Stadtblatt brachten ebenso wenig ein Erfolgserlebnis wie die Anfragen und Bitten an die Agrarbetriebe der Region oder die Zoos und Tierparks in der Umgebung zwsichen Chemnitz und Leipzig. Zwar habe nach erneuten Kontakten das Lebensmittel- und Veterinäramt des Kreises eingeräumt, dass es kein Zootierpfleger sein müsse, sondern ein „einfacher“ Tierpfleger die Gesamtverantwortung für die sachkundige Betreuung der über 40 Tiere des Geithainer Kleinods übernehmen könnte. Aber sowohl zu dieser Personalie wie auch in Sachen der Gewinnung neuer junger oder älterer Bundesfreiwilligendienstleistenden gibt es keinerlei Meldungen von Bürgern bisher. Doch die Zeit, da die bisher als solche Helfer wirkenden Personen im Tierpark tätig sind, läuft im Mai aus. „Dass wir seit dem Verbot des Amtes, die Tiere zur Schau stellen zu dürfen, in der Zwischenzeit als Vorständler und Helfer manchen Sachkundelehrgang für einzene Tierarten erfolgreich abschlossen, hilft uns in dieser Beziehung nicht viel weiter, da wir alle noch im Arbeitsprozess stehen und nur nach Feierabend oder an den Wochenenden hier aktiv wirken können, was wir auch tun“, erläutert der Vereinchef die prekäre Lage. Doch das Amt fordert weiterhin neben der Qualifikation der für das Tierwohl verantwortlichen Person – noch besser wären zwei, die sich in die Aufgabe teilen könnten –, dass diese dann mindestens zwei- bis dreimal pro Woche vier Stunden im Tierpark vor Ort anzutreffen sei. Das ist die Krux, an der das Tierparkteam sich gegenwärtig die Zähne ausbeißt.
Jemanden als Verein für eine solche Tätigkeit einstellen zu können, gibt trotz der erfreulich vielfältigen finanziellen Unterstützung von Bürgern und Betrieben in der jüngsten Zeit der Kassenstand beileibe nicht her.
Deshalb ergeht auch heute noch einmal die dringliche große Bitte an alle Bürger: Wer wäre bereit, als Tierpfleger oder Bundesfreiwilligendienstleistender mitzuhelfen, die Personallücke zu füllen? Weil es um nichts weniger geht als darum, diese Freizeiteinrichtung für die Bürger zu erhalten! Gibt es wirklich keinen tierliebenden Mitbürger, der hierfür einen Teil seiner Freizeit opfern würde?
In großer Sorge!                                                                       Ihr Tierparkteam  

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