von Franziska und Johannes Möller

Die Kirche von Syhra hat keinen besonderen Namen. Die Kirche ist ursprünglich eine romanische Anlage, deren Triumphbogen erhalten ist. Einschiffig mit Felderdecke, zurückspringendem, gerade geschlossenen Chor, spitzbehelmtem Dachreiter und einen spätgotischen Rechteckchor mit breiten Vorhangbogenfenstern. Zwei alte Fenster auf der Südseite tragen die Jahreszahl 1470. Aufzeichnungen aus älterer Zeit sind leider nicht vorhanden.

 

Anfang des 15. Jahrh. Kleine Empore an der nördlichen Chorseite auf Säule und zwei Stichbogen ruhend, einfach; um 1598? Die Erweiterung des Chores mit den Kreuzgewölbedecken, erfolgte im 16. Jahrh.; architekturlos. An der Südfronte eingemauert die treffliche Bekrönung einer Sakramentsnische.

1609 wurde die Kirche umgebaut und erhielt ihre heutige Gestalt. Sie erhielt neue Emporen und eine neue Kanzel. Sie wurde mit den früher auf dem spätgotischen Flügelaltar angebrachten fünf Heiligenfiguren (Maria, Dorothea, Barbara, Katharina, Margaretha) umkleidet. Die Figuren sind gut erhalten und wurden 1963 und 1968 gegen Holzwürmer behandelt.

Der Taufstein, eine ansehnliche, maßwerkgeschmückte Porphyrtaufe, stammt aus der Zeit um 1500. Die Schiff- und Orgelempore trägt die Jahreszahl B. P. 1609. Die alte Orgel wurde um 1700 umgebaut und 1799 eine neue Orgel eingeweiht. 1905 wurde diese wieder durch eine Orgel von der Firma Jehmlich/Dresden ersetzt, die heute noch verwendet wird.

Mehrere figürliche Grabdenkmäler der Familie von Einsiedel aus dem späten 16. und 17. Jahrhundert sind erhalten. Besonders auffällig ist das unter der nördlichen Chorempore gelegene hölzerne Freigrab der 1614 verstorbenen Margaretha von Einsiedel, das die Sandsteinplatte mit der Relieffigur der Verstorbenen trägt

.Die dortige Aufschrift lautet:
Allhier liegt begraben die weiland edle und viel ehrntugendsame Fr Marhgaretha v Einsiedel uf Syra geborne v Starsched 1 ausm Hause Born, welche den 7. Mai anno 1614 in Kindesnöten mit beständigem erkenus i Chr sanft und selig verschieden in 39 Jahr ihres Alters der Seelen Gott Gnade.



Sakristei und Patronatsloge wurden 1788 neu erbaut, nachdem 1781 die alte Kapelle und die darunter liegende Sakristei abgerissen worden waren.

Die Turmuhr stammt von 1793 und ging bis 1960, 1980 wurde sie repariert und funktionierte bis zur Renovierung im Jahr 1990, wo eine Funkuhr eingebaut wurde.

Seit 1835 ist der Kirchhof kein Friedhof mehr. Bei den Bauarbeiten 1991 wurden jedoch noch Skeletteile bei Ausgrabungsarbeiten gefunden.

1835 wurde das Innere und 1840 das Äußere der Kirche erneuert, da die Kirche wieder eingeweiht werden sollte. 1898 wurden Treppen, Fußbodenbeläge, Haupteingang und Leuchter erneuert. 1968 wurde die Kirche wieder von Innen erneuert. Seit ca. 1985 wurde festgestellt, dass sich der Südgiebel spaltet. Lange ging es hin und her, da die Kosten für die Reparatur nicht gering waren. Eine Folge des Giebels kann sein, dass auch das Gewölbe im Altarraum Risse bekam.

Die Dorfkirche Syhra wurde nach der Wende 1991 unter großen Anstrengungen äußerlich gründlich instandgesetzt. Der Turm und das Dach wurde neu gedeckt. Wegen des einsturzgefährdeten Zustandes des Gewölbes im Chorraum mussten auch im Inneren umfangreiche substanzsichernde Maßnahmen durchgeführt werden, denen eine Renovierung folgte. Viele Fördermittel des Landes Sachsen sind in den Kirchenbau geflossen.

1997 erfolgte noch die Verlegung neuer Fußbodenfliesen. Auch wurde die Kirchhofmauer tiefgründig repariert und zum Teil vollkommen neu aufgebaut.

Der Altar, der fertig restauriert ist, wurde 1998 wieder in die Kirche eingebaut.
Auch der Kanzeldeckel wurde im Frühsommer 2001 wieder eingebaut und erstrahlt in alter neuer Schönheit.

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