Unterirdische Gänge mit Gruppe Frau AmtsbergkleinWohl nicht jede Stadt ist im Besitz von Gängen unter ihrem Stadtgebiet. Diese mittelalterlichen unterirdischen Gänge entstanden durch die Verbindung einzelner zur Lebensmittelaufbewahrung genutzter kleiner Keller. Zu Zeiten der Entstehung Geithains Mitte des 11. Jahrhunderts, übrigens hieß Geithain damals Chyten, gab es nur Fachwerkhäuser in denen es nur kleine Gruben im Hausflur zur Aufbewahrung von Lebensmitteln gab. Um sein Obst oder Gemüse über länger Zeit zu lagern brauchte man also Räume zur Aufbewahrung.  
Also ließ der Rat der Stadt Bergknappen von Freiberg oder von Schneeberg kommen, die nun emsig mit „Schlegel und Eisen“ zu Werke gingen. Mit Meisel und Hammer, wurde das harte Gestein abgeschlagen. So entstand ein Gang nach dem anderen. Die meisten Hohlräume waren nicht miteinander verbunden, sondern blieben einzelne Gänge, Kellerräume und Nischen. Erst durch den Zusammenschluss einzelner Abschnitte verlängerte sich das Gangsystem im Laufe der Jahre.
In Zeiten des II. Weltkrieges wurden die unterirdischen Gänge zum Glück nicht für militärische Zwecke genutzt sondern als Luftschutzräume.
Wie ist nun der Kirchberg, unter dem sich die Unterirdischen Gänge befinden entstanden? Vor ca. 285 Millionen Jahren gab es in unserer Gegend lebhafte Vulkantätigkeiten, deren Ergussstein - hier bei uns Quarzporphyr – ließ den Berg auf dem sich die Nikolaikirche befindet entstehen. Wenn Sie nun neugierig geworden sind empfehlen wir Ihnen den Besuch unserer Unterirdischen Gänge.
Führungen finden sonnabends von 14:00 - 17:00 Uhr statt oder auf Anfrage. Sie erreichen uns telefonisch im Rathaus unter 034341 466100 bzw. im Heimatmuseum unter 034341 44403.

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