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Spülbecken EulaaueMit dem Baustart am Spülbecken unterhalb der Marienkirche, haben die Arbeiten zur Entschlammung des Oberfürstenteiches in Geithain planmäßig Ende Februar 2018 begonnen.
Im Zusammenhang mit der Hochwasserschadenbeseitigung am Oberfürstenteich war ursprünglich vorgesehen, den Teich abzulassen und durch die Schaffung von zusätzlichen Ablaufgräben das Teichsediment zu entwässern. Anschließend sollte das Sediment herkömmlich mittels Bagger, mechanisch aufgenommen und entsorgt werden. Leider konnte zeitig nach dem Ablassen des Teiches von Anfang Oktober 2014 bis März 2015 festgestellt werden, dass auf Grund von sehr starken Schichtenwasser und Grundwasser mit Fließrichtung Oberfürstenteich, keine ausreichende Trocknung des Sedimentes möglich war. Der Grundwasserspiegel im Teichbelag lag lediglich 20 Zentimeter unter der Oberkante des Teichsedimentes. Als Konsequenz daraus wurde der Teich wieder gefüllt und eine alternative Lösung zur Gewässerentschlammung erarbeitet.
Um einen gleichmäßigen, flächenhaften Sedimentabbau zu erreichen, wird jetzt ein echolotgesteuertes Unterwassersaugsystem zum Einsatz gebracht. Die Sedimentförderung erfolgt vom Sauger zu einer Zwischenpumpstation am Ufer und weiter über eine Druckrohrleitung längs dem Gewässer Eula in das unterhalb der Marienkirche gelegene, speziell angelegte Spülbecken. Das Spülbecken ist ein reines Erdbecken, in welchem sich das nasse Teichsediment in einen längeren Zeitraum absetzen kann. Das Ablassen des Überschusswasser erfolgt in die Eula. Der Oberfürstenteich muss für dieses Verfahren nicht abgelassen werden. Sobald das abgesetzte Sediment im Spülbecken, den zum Transport erforderlichen Feststoffgehalt besitzt, erfolgt die Verbringung des getrockneten Bodenmateriales, der Rückbau des Spülbeckens und die Wiederherstellung der in Anspruch genommenen Wiesenflächen.
Für die Anwendung des technologischen Verfahrens und zur Errichtung des Spülbeckens wurden im Vorfeld der Maßnahme die Zustimmungen der betreffenden Grundstückseigentümer sowie das rechtliche Einvernehmen der zuständigen Wasser-, Natur- und Bodenschutzbehörden eingeholt.

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