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Was ist los in und um Geithain?

Storch GartenDas Jahr 2016 war für den Weißstorch im ehemaligen Kreis Geithain ein recht gutes Jahr. Die Ankunft der ersten Störche wurde am 02.02. in Syhra (Fam. Piotrowki) und am 19.02. in Geithain (Fam. Nahs) beobachtet. Von den 16 Brutstörchen konnten wir 4 beringte feststellen, die anderen waren alle unberingt. So wissen wir, dass der Brutstorch aus Syhra von Penna bei Rochlitz stammt und bereits 11 Jahre alt ist. Der Brutstorch von Niedergräfenhain stammt aus der Lausitz und der von Frohburg aus Nordsachsen. Als außergewöhnlich selten ist der Brutstorch von Geithain-Mosterei anzusehen, denn dieser trägt einen spanischen Ring.

Obwohl auch in diesem Jahr wieder Verluste zu beklagen sind, können wir mit 15 ausgeflogenen Jungstörchen zufrieden sein. Probleme gab es demnach in Geithain–Altdorf, wo es erbitterte Horstkämpfe gegeben hat. Dabei wurde das Gelege völlig zerstört. Das „neue Paar“ was sich diesen Standort erkämpft hat, begann auch gleich mit einer neuen Brut, welche aus nicht erklärbaren Gründen abgebrochen wurde. Einen weiteren Totalausfall gab es in Niedergräfenhain. Obwohl schon 2 kleine Küken beobachtet wurden, ist auch dieser Verlust nicht zu erklären. Bei der Beringung in Jahnshain befanden sich noch 2 unbefruchtete Eier im Horst, so dass wenigstens 1 Jungstorch ausfliegen konnte. Die anderen Standorte ergaben folgende Reproduktion: Geithain-Mosterei 2 Jungstörche sowie jeweils 3 in Syhra, Frohburg, Prießnitz und Frankenhain. In Flößberg wurde ein Horst etwa 10 Tage besetzt. Anschließend hatte sich das Pärchen für wenige Wochen in Bad Lausick niedergelassen.

Auf Grund der Beringung können wir nachvollziehen, wo sich unsere Störche als Brutvögel niedergelassen haben. Ein aus Geithain und aus Frohburg stammender Storch haben sich ca. 100 km NW im Raum Sachsen-Anhalt niedergelassen und haben in diesem Jahr auch mit Erfolg gebrütet. Ein weiterer, aus Frohburg (beringt 2007) stammender, Storch ist im Frühjahr verletzt in Oberfranken, Bayern, gefangen wurden. Wir wissen auch, dass unsere Störche die Ost- wie auch die Westroute benutzen, um in ihr Wintergebiet zu gelangen. Uns liegen aktuell 5 Wiederfunde (aus den Horsten Geithain, Syhra, Frohburg, Jahnshain und Prießnitz) vor, die belegen, dass doch der Großteil unserer Störche in Spanien überwintert.

Ein aus Jahnshain (beringt 2014) stammender Weißstorch wurde am 15.02.2016 in Kenia schwer verletzt gegriffen. Er flog gegen eine Freileitung und zerschmetterte dabei seinen linken Flügel so sehr, dass dieser amputiert werden musste. Ein ganzes „Buschdorf“ im zentralen Kenia war damit beschäftigt, den kranken Storch zu suchen, um ihn letztlich einzufangen. Vorausgegangen war die Beobachtung eines kleinen Jungen, der den verletzten Storch meldete. Da dieser Storch nun nicht mehr fliegen kann, soll er als Botschafter für Besucher und Schulklassen dienen, die hier in dieser „Auffangstation“ über die Flora und Fauna Kenia`s aufgeklärt werden. Übrigens taufte man ihn auf den Namen „Leipsig“, der gemeinsam mit 2 Kronenkranichen auf ein großzügiges Freigelände seine neue Heimat gefunden hat. Wünschen wir ihn alles Gute!


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